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Kategorie: Das Waldenserdenkmal

Das Künstlerehepaar Barbara Jäger und OMI Riesterer

Die Kunst der Malerin Barbara Jäger vollzog sich naturgemäß im zweidimensionalen Bereich.
Die Objekte des Bildhauers OMI Riesterer waren dagegen dreidimensionaler Art. Daraus entwickelte sich ab 1970 – dem Jahr des Kennenlernens – eine rege Auseinandersetzung mit gestalterischen und kunsthistorischen Fragen.

Beide künstlerischen Betätigungen waren die idealen Voraussetzungen für die Ausgestaltung verschiedener Kirchen im süddeutschen Bereich, wobei Altäre, Ambos, Kreuze und Osterleuchter als räumliche Gebilde zu betrachten sind, während Wand- und Deckenmalerei sowie die Gestaltung von Glasfenstern in zweidimensionalen Ebenen verlaufen. Die Glockenzier, die ihre Handschrift trägt, vereint beide Bereiche.
Stimuliert durch die jahrlange intensive Zusammenarbeit versuchten beide Künstler, sich auch im Revier der Partnerin und des Partners zu betätigen, was zu Riesterers Holzschnitten und –drucken führte, während Barbara Jäger Stelen und Monumente schuf, die ihr unverkennbares florales Motiv tragen.
Die Werke des Künstlerpaares sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

Auf Plätzen und in Gebäuden verschiedener Städte, die sich nicht auf den Karlsruher Raum beschränken, sind ihre Schöpfungen zu bewundern, so auch in Durbach, Freiburg i.Br., Horb a.N., Marbach, Schiltighein im Elsass und Stuttgart, sowie auf den Geländen der Universitäten in Konstanz und Ulm.
Neben den Ausstellungen eigener Werke im In- und Ausland und Auftragsarbeiten, wie etwa das Rednerpult für die Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel, engagieren sich die beiden Künstler als bewährte Kuratoren verschiedener Ausstellungen, Als Beispiele seien genannt der Kunstpreis des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Ausstellungen des BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Karlsruhe) und des BFB (Berufsverband freischaffender Bildhauer Baden-Württemberg) und die Ausstellung Hommage à Karlsruhe zum 300jährigen Stadtgeburtstag unter Beteiligung der Partnerstadt Nancy.
Das Haus und die Räume der jetzigen Ateliergemeinschaft Neue Schule in Karlsruhe-Bulach sind zusammen mit vier Künstlerkollegen, ihrer Initiative und ihrem unermüdlichen Einsatz zu verdanken, die aus einer renovierungsbedürftigen, teilweise baufälligen Dampfwäscherei eine funktionierende Arbeitsstätte für sechs unterschiedliche Kunstrichtungen geschaffen haben. Nach 6 Jahren in der „alten Schule“ arbeiten sie nun schon 31 Jahre in der „Neuen Schule“ zusammen.

Barbara Jäger, geboren 1946 in Schwäbisch Gmünd, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Malerei und Kunstgeschichte mit dem Staatsexamen als Abschluss.

OMI Riesterer, geboren 1947 in Freiburg i.Br., studierte nach einer Zimmererlehre Architektur an der Technischen Hochschule Karlsruhe mit dem Abschluss als Dipl.-Ing..
Das Künstlerpaar hat drei Kinder und lebt in Karlsruhe.

Im Juli 2015, Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann J. Roth, Karlsruhe.

www.riestererjaeger.kulturserver.de

www.atelierhaus-neue-schule.de